Unsere Abschlussfahrt 2026 nach Hamburg

In den anschließenden Texten erhalten sie einen Einblick in die erlebten Programmpunkte der 10B auf ihrer Abschlussfahrt nach Hamburg, sowie einige Kommentare von Schülern, Schülerinnen und Lehrern.

Allgemeines und Jugendherberge

Wir, die Klasse 10b, sind vom 18.05-22.05 auf Abschlussfahrt gefahren und haben uns die facettenreiche Stadt Hamburg angeschaut.

Gestartet sind wir montags um 7:10 Uhr am Wittlicher HBF, um ohne Zeitdruck in den RE nach Koblenz einsteigen zu können. Daraufhin ging es weiter im ICE nach Duisburg mit reservierten Plätzen. Nach kurzem Aufenthalt in Duisburg und etwas Verspätung haben wir unsere Reise fortgesetzt. Angekommen in Hamburg sind wir mit dem ÖPNV zu den Landungsbrücken gefahren, die sich unterhalb von unserer Unterkunft befinden.

In unserer Jugendherberge „Am Stintfang“ wurden die Zimmer aufgeteilt und anschließend hatten wir Zeit, diese einzurichten. Mit einer zentralen Lage und Aussicht auf den Hamburger Hafen, hatten wir mit unserer Jugendherberge eine gute Wahl getroffen. 

 Dennoch hatten wir auch einige negative Eindrücke, da die Zimmer im Altbau, die ein Teil der Klasse belegt hatte, nicht so modern waren und auch die Auswahl an vegetarischem Essen eher begrenzt war.  Als zentrale Aufenthaltsfläche dienten der Essenssaal und die Terrasse, von der aus man einen Blick auf den Hamburger Hafen werfen konnte. 

Nach zahlreichen Aktivitäten mit der ganzen Klasse, konnten wir unsere Freizeit frei in Hamburg verbringen und es bestand auch die Möglichkeit, sich bezüglich des Mittagessens zu verpflegen. Explizite Freizeit hatten wir mittwochs. Dementsprechend haben sich viele der Schüler/innen in Gruppen, bestehend aus mindestens vier Personen die Innenstadt angeschaut (Europa-Passage, Alsterhaus, etc.) und sich mithilfe des ÖPNVs fortbewegt. 

Am Tag der Abreise haben wir unsere Koffer gepackt und die Zimmer auf Vordermann gebracht, bevor wir ein letztes Mal gemeinsam gefrühstückt haben. Nach ein paar schönen Tagen und einer gelungenen Abschlussfahrt, haben wir uns auf den Rückweg zum Hauptbahnhof gemacht. Von dort aus sind wir mit dem ICE in Richtung Essen gestartet. Auch von Essen nach Koblenz konnten wir unsere Fahrt unbeschwert fortsetzten. Angekommen in Koblenz hat sich unsere Reise aufgrund mehrerer Faktoren (Ausfall eines Zuges, Überfüllung, Störung auf der Strecke, Angriff auf Zugpersonal und einer Räumung des Zuges) um zwei Stunden verzögert. Nach längerer Wartezeit auf einem überfüllten Bahnsteig mit mehreren Schulklassen, konnten wir unserer Reise nach Wittlich fortsetzen. Gegen 20 Uhr sind wir in Wittlich eingetroffen und wurden anschließend von unseren Eltern abgeholt.

Hanna P., Maja F., Emily K., Kathi J. und Lara H.

 

 

Stadtführung durch St. Pauli 

Montags abends hatten wir eine dreistündige Stadtführung im Stadtteil St. Pauli. Gestartet sind wir mit unserem Guide an der Jugendherberge. Dort hat er uns einige Infos darüber gegeben, was uns in St. Pauli erwarten würde. 

 Vorbei an der ehemaligen Astra-Brauerei und der Herbertstraße sind wir in das Herz des Kiezes gelangt: Die Reeperbahn. Später sind wir dort auch in den berühmten, bunt beleuchteten Penny gegangen. Während der Führung haben wir viele bekannte Bars gesehen, wie zum Beispiel die vielen Olivia Jones Bars, oder die Bar „Der goldene Handschuh“. Außerdem haben wir das Beatles Denkmal besucht. Als besonders außergewöhnlich haben wir den Standort der katholischen Kirche St. Joseph inmitten des Nachtlebens empfunden.   

Tatsächlich konnten wir davon nicht viel sehen, da wir zum einen zu früh abends, und zum anderen am Ruhetag der meisten Bars, Kneipen und Bordelle, … dort waren.

Beendet haben wir unsere Tour an der Davidwache.  Diese Polizeiwache, deren Bezirk nur knapp einen Quadratkilometer groß ist, hat, durch den Alkoholkonsum und die hohe Kriminalität in St. Pauli, trotzdem viel zu tun.

Emilia T.

 

 

Hafenrundfahrt 

Am Dienstagvormittag hat unser Ausflug an den Landungsbrücken angefangen. Dort haben wir mit unserem Schiff für die Hafenrundfahrt abgelegt. Als wir rausgefahren sind, haben wir gespannt den Erzählungen über die verschiedenen Gebäude am Ufer, den Containerschiffen und den luxuriösen Yachten gelauscht. Es war beeindruckend zu erfahren, dass dies der drittgrößte Hafen Europas ist. Als wir mit dem Schiff durch das Hafenbecken gefahren sind, haben wir viele besondere und architektonische beeindruckende Gebäude gesehen. Besonders der Fakt, dass eines der Terminals tatsächlich so groß wie ganz Monaco ist, ist uns im Gedächtnis geblieben.

Nisrine B. 

 

 

Besichtigung des alten Elbtunnels

Am Dienstagmittag nachdem wir die Hafenrundfahrt vollendet haben, haben wir uns gemeinsam den alten Elbtunnel auch bekannt als St. Pauli Elbtunnel angeschaut.  Der Tunnel verbindet die Landungsbrücken mit der südlichen Elbseite und gehört zu den bekanntesten Bauwerken Hamburgs. Er wurde im Jahr 1911 eröffnet und verläuft unter der Elbe, er ist etwa 426 Meter lang.  Er wurde früher als Autounterführung genutzt, jedoch ist er heute nur noch für Fahrradfahrer und Fußgänger zugänglich. Wir sind mit einem großen Aufzug in den Tunnel hinuntergefahren und schon beim betreten fiel uns die besondere Gestaltung mit weißen Kacheln an den Wänden auf. Auf der anderen Seite angekommen, hatten wir einen schönen Blick auf den Hamburger Hafen und die Skyline der Stadt. Dort machten wir Fotos und genossen die Aussicht. Der Besuch des Alten Elbtunnels war eine interessante Erfahrung. Wir konnten ein wichtiges Stück Hamburger Geschichte kennenlernen und gleichzeitig einen besonderen Blick auf den Hafen genießen.

Altina V.

 

 

Elbstrand

Am Nachmittag sind wir mit der Fähre zum Elbstrand gefahren. Bei sonnigem Wetter konnten wir die schöne Aussicht auf die Elbe genießen und die besondere Atmosphäre erleben. Außerdem haben wir am Strand gespielt, uns entspannt und einfach die Zeit am Wasser genossen. Der Elbstrand war ein schöner Ort, um eine Pause vom Stadtleben zu bekommen und Hamburg von einer anderen Seite kennenzulernen.

Hanna S.

 

 

Elbphilharmonie und Speicherstadt

Am Dienstagabend sind wir mit dem Bus in die Speicherstadt gefahren.  Dort hat Herr Reder uns vieles über die Geschichte und ihre Bedeutung erzählt. Anschließend sind wir zur HafenCity gegangen und haben einiges über die Architektur gelernt. Dort haben wir bereits unseren nächsten Programmpunkt, die Elbphilharmonie, gesehen. Mit einer langen Rolltreppe sind wir auf die Aussichtsplattform gefahren und hatten einen tollen Blick auf Hamburg und den Hafen.

Wir haben an diesem Tag viel von Hamburg gesehen und über die Stadt gelernt.

Melina J. 

 

 

Michael Jackson Musical

Am Mittwochabend um 17:30 Uhr sind wir von der Jugendherberge losgegangen und haben uns auf den Weg zum Michael Jackson Musical gemacht. Wir mussten mit der Fähre von den Landungsbrücken aus über die Elbe fahren, um zu dem Gebäude zu gelangen. Das Gebäude ist das neben dem bekannten „König der Löwen“ Musical. 

Wir hatten noch eine Stunde Zeit, bevor das Musical angefangen hat. Kurz vor Beginn haben sich die Darsteller schon nach und nach auf die Bühne begeben, was wir von unseren Plätzen vom mittleren, oberen Rang aus beobachten konnten.

Das Musical hat die meiste Zeit im Proberaum gespielt, wo Michael mit der Band und den Tänzern vor der Welttournee geprobt hat. Durch eine Reporterin die ihn interviewen durfte hat das Publikum einen Einblick in seine Laufbahn und seine Musikkarriere bekommen. Bei Zeitsprüngen in die Vergangenheit gab es anderes Licht und der erwachsene Michael Jackson und die Reporterin haben seinem Jüngeren Ich zugeschaut und so anschaulich seine Geschichte erzählt. Wenn andere Darsteller der Gegenwart auf der Bühne waren, waren diese wie eingefroren und wurden nicht beleuchtet, wodurch der Fokus stark auf die Vergangenheit gerichtet wurde. Bei der gesamten Erzählung lag das Hauptaugenmerk auf Michaels Musik, weswegen immer wieder Lieder performt und „geprobt“ wurden. Bei diesen Aufführungen waren die Kostüme sehr originalgetreu, wie zum Beispiel die rote Lederjacke oder der Glitzerhandschuh, welche alles sehr realistisch gemacht haben. Am Ende des Musicals wurde ein Lied aufgeführt, bei dem Fotos und Videos gemacht werden durften, was davor, während des Musicals, verboten war. In der Hälfte des Musicals war außerdem eine ca. 20-minütige Pause eingebaut, in der sich durch Snacks und Drinks gestärkt werden konnte.

Eine Umfrage in der gesamten 10B hat ergeben, welche Darsteller bzw. welche Figuren am besten waren und uns am meisten gefallen haben. Die meisten Stimmen bekam Michael Jackson, der von Benet Monteiro gespielt wurde. Auf dem zweiten Platz war der jugendliche Michael Jackson, der von Prince Damien dargestellt wurde und dahinter Michaels Mutter, Katherine Jackson die von Jessica Meras gespielt wurde, sowie Michael Jackson als Kind. Der Schauspieler wird nicht genannt aus Gründen des Jugendschutzes. 

Das Musical hat vielen aus der Klasse sehr gut gefallen und war ein echtes Highlight, welches wir gerne weiterempfehlen. 

Paula Z., Sawera B., Samuel S., Tasnim A., Dominik M.

 

 

KZ-Besuch Neuengamme

Am vierten Tag unserer Klassenfahrt haben wir das KZ Neuengamme besucht. Dort hat uns ein Tourguide herumgeführt und uns von den jeweiligen Funktionen der besichtigten Orte berichtet.

Das im Jahr 1938 eröffnete KZ Neuengamme hielt 100.000 Häftlinge, die hauptsächlich aus politischen Gründen inhaftiert und zu härtester Arbeit gezwungen wurden. Nach der Schließung 1945 hatten allerdings nur etwa 50.000 von ihnen es überlebt. Anschließend wurde es von 1948 bis 2006 von der Stadt Hamburg als Justizvollzugsanstalt genutzt, nachdem es dann zur Gedenkstätte wurde. 

Die Führung begann am Appellplatz, ein großer leerer Platz, auf dem die Häftlinge damals meist stundenlang bereitstehen mussten. Danach ging es zum Arrestblock und zu de gut sichtbaren Andeutungen der ehemaligen Häftlingsunterkünfte. Anschließend haben wir uns eigenständig die eindrucksvolle Ausstellung angesehen und viel über die verschiedenen Häftlingsgruppen und Einzelschicksale erfahren. Zusätzlich gab es dann noch eine kurze Besprechung der neu gesammelten Erfahrungen, bevor wir uns auf den Weg zu der ehemaligen Ziegelei gemacht haben. Nach einer zweieinhalbstündigen Führung musste sich unser Guide von uns verabschieden und es war leider nicht möglich von ihm mehr über die ehemalige Ziegelei oder das Gelände zu erfahren. Selbstständig haben wir uns danach noch das Haus des Gedenkens angesehen, wo vorwiegend die Todesopfer des Konzentrationslagers ausgestellt waren. 

Insgesamt fanden wir die Führung sehr informativ und eindrucksvoll, allerdings hätten wir uns mehr Zeit für die Ausstellung und Besichtigung weiterer Denkmäler gewünscht. Außerdem fanden wir es schade, dass viele Infos bereits aus dem Geschichtsunterricht bekannt waren und sich einige Infos deshalb wiederholt haben.

Zusätzlich würden wir gerne dem Kreis danken, der uns mit einer Förderung von 500€ für den KZ-Besuch unterstützt hat.

Marlon S., Leni Z, Lina B, Duaa A.

 

 

Kommentare zur Klassenfahrt

Leo G. 10B

Die Klassenfahrt nach Hamburg war schön. Wir haben viel erlebt und Hamburgs Sehenswürdigkeiten betrachtet. Wir waren nicht nur innerhalb von Hamburg. Im KZ Neuengamme hatten wir eine Führung. Das war mein persönlicher Favorit, da ich noch nie ein KZ besucht hab. Trotz der ganzen positiven Erlebnisse, gab es leider auch negatives. Dieses liegt größtenteils an der Jugendherberge. Das Essen war sehr schlecht, weil es meistens kaum Geschmack hatte. Es war vergleichbar damit, als wäre alles in einer Mikrowelle warm gemacht worden. Was meiner Meinung nach eine Frechheit war, dass man um Kicker oder Billard zu spielen, eine Menge Geld bezahlen musste. Wenn man schon viel Geld für die Jugendherberge bezahlt soll man Kicker und Billard gratis spielen können.

 

David B. 10B

Im Großen und Ganzen hat mir die Klassenfahrt sehr gefallen, wobei ich aber ein paar Sachen kritisieren muss.

Was mir gefallen hat waren z.B. das Musical und die Stadtführung. Im KZ hätte ich mir mehr Freizeit gewünscht, und die Hafenrundfahrt war für mich leider nicht so interessant, obwohl man schöne Bilder machen konnte. Die Zeit die wir im Museum der Illusionen verbracht haben hätte auch Teil der Freizeit sein können, da unteranderem ich und Teile der Klasse das Museum zu kurz und zu Teuer fanden um da dann eine ganze Stunde zu verbringen.

Unsere Unterkunft war wie halt eine typische Jugendherberge, wobei das Essen hätte besser sein können.

Ich würde anderen Klassen unsere Klassenfahrt weiterempfehlen, aber man könnte ein paar der Programmpunkte möglicherweise ändern.

 

Lisa P. 10B

Unsere Klassenfahrt war im Ganzen sehr schön. Wir haben viel gemeinsam gesehen und unternommen. Unsere Programmpunkte waren gut ausgewählt und verteilt, so dass wir uns nie hetzen mussten und auch genug Zeit hatten, die Stadt in kleinen Gruppen zu erkunden. Es gab nur einen Programmpunkt der mir nicht so gut gefallen hat. Dieser war das Museum der Illusionen, da es sehr wenig zu sehen gab und ich finde, dass der Preis für eine so kleine Ausstellung zu teuer war. Das Highlight von fast allen war das Michael Jackson Musical, welches ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde. Das Wetter war so mittelmäßig, da es warm war aber es trotzdem fast die meiste Zeit geregnet hat.

 

Jeremias K. 10B

Die Klassenfahrt in Hamburg war im Grunde genommen recht schön. Jedoch hat ein Programmpunkt mir so nicht gut gefallen. Das Museum der Illusionen kann ich persönlich nicht für andere Klassen weiterempfehlen, weil die ganze Klasse nicht allzu viel Spaß hatte. Zum Glück hat das Michael Jackson Musical mich nicht enttäuscht und hat mir gut gefallen. Das Wetter in Hamburg war jedoch an manchen Tagen echt unangenehm, weil es oftmals zu warm und/oder feucht war. Die Zimmer in der Jugendherberge waren recht typisch für eine Jugendherberge in unserem Budget. Die Zimmer waren aber teilweise ein wenig veraltet. Im Großen und Ganzen lässt sich aber dennoch sagen, dass Hamburg ein guter Ort bzw. eine gute Stadt für eine Klassenfahrt ist.
Fr. Hennek und Hr. Reder

Für uns beide war es die zweite Klassenfahrt mit einer 10. Klasse nach Hamburg, aber die erste gemeinsame und mit anderem Programm als zuvor. Die Klassenfahrt hat uns viel Spaß gemacht, da es uns die Schülerinnen und Schüler in der Regel leicht gemacht haben, sodass alle eine gute Zeit haben konnten. Neben den gängigen Beschwerden über Essen, Zugfahrten und Zimmer gab es wenige Probleme zu lösen.

Das Highlight von Frau Hennek war neben dem Musical die Abschlussparty und das Spielen am Abend. 

Auch für Herrn Reder trafen diese positiven Eindrücke zu. Das in Phasen sonnige Wetter, die tolle Atmosphäre der Stadt Hamburg und das entspannte Strecken der Füße in den Sand am Elbstrand gehörten zu den schönsten Momenten. Ein großes Lob gehört hierbei der tollen Gruppe, die es einem angenehm gemacht hat und erlaubt hat die Fahrt auch selbst zu genießen. 

Daumen hoch für das Musical, aber auf das Museum der Illusionen würden wir bei der nächsten Klassenfahrt als gemeinsamen Programmpunkt verzichten und dieses eher als Tipp für die Freizeit empfehlen, für interessierte Schülerinnen und Schüler.