Erasmus Austausch Szarvas (Ungarn)

Vom 11. bis zum 18. September 2026 unternahmen wir, Schülerinnen und Schüler des Cusanus-Gymnasiums, einen Austausch nach Szarvas in Ungarn. Dort lernten wir unsere ungarischen Austauschpartner kennen und verbrachten viel gemeinsame Zeit mit ihnen. Neben verschiedenen schulischen Aktivitäten und Ausflügen hatten wir auch Freizeit, um die ungarische Kultur kennenzulernen. Anschließend fuhren wir für drei Tage nach Budapest, wo wir die Hauptstadt erkundeten und viele weitere besondere Eindrücke sammelten.

1.⁠ ⁠Tag: Anreise und Kennenlernen
Am Freitagmorgen starteten wir um 7:50 Uhr mit dem Bus in Richtung Luxemburg. Von dort flogen wir gegen 11 Uhr nach Budapest. Der zweistündige Flug verlief problemlos und wir konnten aus dem Flugzeug die unterschiedlichen Landschaften unter uns beobachten. In Budapest wurden wir von einem Bus und einer Lehrerin der ungarischen Schule abgeholt und fuhren noch etwa zwei Stunden nach Szarvas.
Gegen 17 Uhr kamen wir dort an und trafen zum ersten Mal unsere Austauschpartner. Nach einer kurzen Begrüßung fuhren wir gemeinsam mit ihnen zu ihren Familien und verbrachten dort den restlichen Abend.

2.⁠ ⁠und 3. Tag: Zeit mit den Austauschpartnern
Am Samstag und Sonntag standen keine schulischen Aktivitäten auf dem Programm. Stattdessen verbrachten wir die beiden Tage mit unseren Austauschpartnern und ihren Familien. Dadurch hatten wir viel Zeit, uns gegenseitig besser kennenzulernen und einen Einblick in den Alltag unserer ungarischen Partner zu bekommen.
Gemeinsam erkundeten wir Szarvas und die Umgebung. Wir besuchten unter anderem Mini-Ungarn, das berühmte Pflaumenfest mit seinen typischen ungarischen Spezialitäten und verschiedene Schlösser. Außerdem konnten wir das Arboretum und den Körös-Maros-Naturpark besuchen. Auch eine Bootstour auf dem Fluss gehörte zu unseren Erlebnissen. Dadurch bekamen wir bereits an den ersten Tagen viele neue Eindrücke von der ungarischen Kultur, Landschaft und Lebensweise.
Besonders schön war, dass wir viel Zeit mit unseren Austauschpartnern verbringen konnten. So entstanden erste Freundschaften und wir konnten auch mit Schülerinnen und Schülern Zeit verbringen, die wir vorher noch nicht so gut kannten.

4.⁠ ⁠Tag: Schule, Bauernhof und Drachenbootfahren
Am Montag ging es wieder in die Schule. Um 8 Uhr wurden wir dort offiziell begrüßt. Anschließend besichtigten wir die Kirche und den Kirchturm direkt hinter der Schule. Dabei konnten wir einem Orgelspiel zuhören. Auch eine Schülerin aus unserer Gruppe spielte Orgel, was für uns ein besonderes Erlebnis war.
Danach bekamen wir eine Führung durch die Schule und konnten die verschiedenen Räume kennenlernen. Dabei fiel uns besonders auf, wie unterschiedlich die ungarische Schule im Vergleich zu unserer Schule in Deutschland ist.
In der dritten und vierten Stunde hatten wir gemeinsam Sportunterricht. Wir konnten entweder Volleyball oder Tischtennis spielen. Beim Volleyball traten die ungarischen gegen die deutschen Schülerinnen und Schüler an. Dabei entstanden mehrere spannende Spiele, bei denen alle viel Spaß hatten.Nach dem Mittagessen fuhren wir mit Pferdekutschen zu einem Bauernhof. Dort bekamen wir einen Einblick in das frühere Leben auf einem ungarischen Bauernhof. Wir konnten backen, Tücher bemalen, Tiere anschauen und traditionelle ungarische Bräuche kennenlernen. Zum Abschluss gab es eine Csikós mit einem Pferd.
Am Nachmittag fuhren wir zum Fluss und machten gemeinsam Drachenbootfahren. Dabei veranstalteten wir auch ein kleines Wettrennen, was besonders viel Spaß machte. Den Abend verbrachten wir wieder mit unseren Austauschpartnern.

5.⁠ ⁠Tag: Unterricht und Abschiedsfest
Am Dienstag übten wir zunächst unsere Aufführung für den Abend. Danach hatten wir Englischunterricht in verschiedenen Gruppen und konnten uns mit ungarischen Schülerinnen und Schülern unterhalten.
In der dritten und vierten Stunde besuchten wir das naturwissenschaftliche Labor. Dort führten wir verschiedene Experimente aus Chemie und Physik durch. Anschließend konnten wir am Unterricht der ungarischen Schülerinnen und Schüler teilnehmen oder eine Präsentation über die Geschichte Ungarns ansehen. Dabei konnten wir viele interessante Unterschiede zwischen dem ungarischen und deutschen Schulunterricht feststellen.
Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Trockenmühle. Dort wurde uns erklärt, wie sie früher funktioniert hat. Danach hatten wir bis 18 Uhr Freizeit und konnten noch einmal Zeit mit unseren Austauschpartnern verbringen.
Am Abend fand im Mokka Restaurant unser Abschiedsfest statt. Wir deutschen Schülerinnen und Schüler sangen unter anderem „Auf uns“ von Andreas Bourani und „Viva la Vida“ von Coldplay und führten weitere Musikstücke mit Saxophon und Querflöte auf. Die ungarischen Schülerinnen und Schüler zeigten uns einen traditionellen Tanz und brachten uns anschließend verschiedene ungarische Tänze bei.
Wir verbrachten einen schönen gemeinsamen Abend mit Essen, Musik, Tanzen und vielen Gesprächen. Gleichzeitig war die bevorstehende Trennung für viele sehr emotional, da wir uns am nächsten Morgen bereits verabschieden mussten.

6.⁠ ⁠Tag: Abschied und Budapest
Am Mittwochmorgen verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern und fuhren gegen 8:30 Uhr nach Budapest. Der Abschied fiel vielen schwer, da wir in den vergangenen Tagen eine enge Verbindung aufgebaut hatten. Einige waren sehr traurig, andere freuten sich bereits darauf, sich im nächsten Jahr wiederzusehen. Es wurde geweint und gelacht und sich viel umarmt.
In Budapest besichtigten wir zunächst das Burgviertel in Buda und anschließend die Zitadelle. Von dort genossen wir die Aussicht über Buda und Pest. Danach fuhren wir nach Pest und checkten in unserem Hostel ein.
Den restlichen Tag hatten wir Freizeit. In kleinen Gruppen konnten wir Budapest erkunden, shoppen oder gemeinsam essen gehen. Dabei merkten wir auch, wie sehr wir als Gruppe während der Reise zusammengewachsen waren.

7.⁠ ⁠Tag: Stadtrallye und Budapest bei Nacht
Am Donnerstagmorgen machten wir eine Stadtrallye. Gemeinsam liefen wir zunächst zum Heldenplatz. Von dort aus führte uns die Rallye unter anderem zur Oper, zum Parlament, zur St.-Stephans-Basilika und zum Budapest-Eye. Besonders beeindruckend waren für uns das Parlament und die Basilika.
Bis 19 Uhr hatten wir anschließend Freizeit und konnten Budapest weiter erkunden. Wir gingen gemeinsam essen, shoppen oder verbrachten einfach Zeit mit unseren Freunden. Dabei konnten wir auch die ungarische Küche kennenlernen. Besonders schön war die Atmosphäre in einem Langos-Restaurant, in dem Musik gespielt wurde.
Am Abend hatten unsere Lehrer noch eine Überraschung für uns vorbereitet: eine nächtliche Bootsfahrt auf der Donau. Besonders beeindruckend war das beleuchtete Parlament. Auch die gesamte Stadt mit ihren vielen Lichtern und der Architektur vom Wasser aus zu sehen, war ein ganz besonderes Erlebnis.

8.⁠ ⁠Tag: Rückreise
Am Freitagmorgen checkten wir aus unserem Hostel aus und fuhren zum Flughafen Budapest. Von dort flogen wir zurück nach Luxemburg, wo wir von unseren Eltern oder Freunden abgeholt wurden.
Damit endete unser Ungarn-Austausch. Hinter uns lag eine Woche voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erlebnisse und neuer Freundschaften.
Der Austausch nach Ungarn war für uns alle eine besondere Erfahrung. Wir konnten ein neues Land und seine Kultur kennenlernen, neue Freundschaften schließen und viele schöne Erinnerungen sammeln. Besonders die gemeinsame Zeit mit unseren Austauschpartnern in Szarvas hat den Austausch zu etwas Besonderem gemacht. Auch Budapest hat uns mit seinen Sehenswürdigkeiten und seiner Atmosphäre sehr beeindruckt.
Zum Schluss möchten wir uns besonders bei Frau Schönhofen und Herrn Mac Nelly bedanken, die den gesamten Austausch organisiert, uns während der Reise begleitet und sich immer um uns gekümmert haben. Besonders die Überraschung mit der nächtlichen Bootsfahrt auf der Donau wird uns allen in Erinnerung bleiben. Durch ihre Organisation konnten wir eine wunderschöne und erlebnisreiche Woche verbringen.
Wir freuen uns schon darauf, unsere neu gewonnenen Freunde im nächsten Jahr wiederzusehen, wenn die ungarischen Schülerinnen und Schüler zu uns nach Deutschland kommen. Der Ungarn-Austausch wird für uns alle eine besondere Erinnerung bleiben.

Leni Lorscheider (Stufe 11)