20 Jahre Abitur – die wahren „Dschungelkönige“
Mitten im möglicherweise heißesten deutschen Sommer seit Menschengedenken trafen sich am Samstag, den 15.08.26, ehemalige Schülerinnen und Schüler des Cusanus-Gymnasiums um ihr 20jähriges Abitur gebührend zu feiern. Man könnte hinzufügen: Es war Kirmes-Samstag. (Der Chronist dieser Zeilen vermutet stark, dass es sich hier vielleicht um das erste Ehemaligen-Treffen dieser Art während der Wittlicher Kirmes gehandelt haben dürfte – ein Fall, der im ‚normalen‘ Ablauf der Schule so eigentlich gar nicht vorgesehen ist!)
Die Schule wurde durch Gerd Laschefski und Christian Poncelet vertreten (Organisation Ehemaligentreffen).
Die Vorbereitung des Nachmittags lag aufseiten der Schüler in den tatkräftigen Händen von Johannes Flesch, Alexander Kefer, Michael Felzen und Elisabeth Ambrosius.
So wurden z.B. kalte Getränke in gewaltigen Kühlboxen herangeschafft, deren bloßer Anblick das Herz jedes Schülers höherschlagen ließ. Kurz: Man war vorbereitet!
Schritt 1 am Nachmittag war die Frage, welcher Raum angesichts der brutalen Hitze am meisten Kühle zu versprechen schien. Die Entscheidung fiel hier gegen die Mensa und für das Atrium der Schule aus. Für die ‚Ortswahl‘ sprach darüber hinaus ein emotionales Argument:
Mit der neuen Mensa verbanden sich für die Schüler keine eigenen Erinnerungen, mit dem Atrium aber schon.
Die Wiedersehensfreude war groß, als gegen 14 Uhr der Großteil der Gäste eintraf. Man könnte sagen, dass selbst zwanzig Jahre nach ihrem gemeinsamen Abitur die Herzlichkeit und Verbundenheit der Jahrgangsstufe immer noch so groß war wie zu ihrer Schulzeit. (Dies wurde regelrecht ‚körperlich‘ spürbar.)
Einem ersten, zwanglosen Teil intensiver ‚Kontaktaufnahme‘ folgte eine kurze ‚offizielle‘ Begrüßung durch Gerd Laschefski. Es schloss sich eine humorvolle Rede von Alexander Kefer an, der – die Abizeitung in der Hand – der spannenden Frage nachging, welche der Vorhersagen und Annahmen über die spätere Zukunft der Schüler sich im Nachhinein eigentlich als richtig erwiesen haben. Manche Prophezeiung traf erfreulicherweise nicht ein: So wurde tatsächlich niemand Terrorist. Es gab aber auch einige witzige ‚Treffer‘.
Ein gemeinsamer Rundgang durch die Schule rundete den schönen Nachmittag ab. Er wurde aber immer wieder durch Gespräche mit ihren Mitschülern suchende ‚Wanderer‘ unterbrochen, so dass der Gang durch die alte Wirkungsstätte vielfach ins Stocken geriet.
Während man so unterwegs war, verdunkelte sich draußen der Himmel und Brandgeruch zog durch’s Gebäude. Warnmeldungen der zuständigen Behörde erreichten die Handys: Die Empfehlung lautete, Türen und Fenster geschlossen zu halten und nicht ins Freie zu gehen. Der Wind trieb dichte Rauchsäulen eines gewaltigen Waldbrandes im Hohen Venn durch die Eifel. Konsequenterweise wurde die Säubrenner-Kirmes zeitgleich unterbrochen. Die Besucher wurden aufgefordert, den Festplatz zu verlassen und taten dies offensichtlich auch sehr zügig.
Die düstere Lage ließ die Schüler, als das Treffen gegen 17 Uhr sein planmäßiges Ende fand, etwas ratlos zurück. Der Idee, den weiteren Abend in der Schule zu verbringen, konnten die Organisatoren leider nicht entsprechen. Die Schüler fassten das Billard-Cafe als erstes mögliches Ausweichquartier ins Auge.
Bestens organisiert verließ die Gruppe das Schulgelände, nachdem sich Johannes Flesch im Namen der Stufe noch einmal ausdrücklich bei den beiden Organisatoren der Schule bedankt hatte – allerdings nicht, ohne zuvor noch die Frage nach dem nächsten Abitreffen der Stufe ins Auge gefasst zu haben. Alle Beteiligten freuen sich jetzt schon. Verständlich!
Gerd Laschefski/Christian Poncelet
P.S. Gegen Abend gab’s Entwarnung. Der Wind hatte gedreht. Die Kirmes konnte fortgesetzt werden. Das Problem und die Gefahren des Klimawandels aber rücken an Deutschland heran. An diesem Tag wurde es auch in Wittlich spürbar.

