Kursfahrt an die französische Atlantikküste

Die diesjährige Kursfahrt nach Moliets-et-Maa starteten wir Freitagmittag in Wittlich. Die 1600 km lange Strecke über Sindelfingen und Lörrach an die Südwestatlantikküste Frankreichs legten wir mit den beiden Busfahrern Stefan und Boris im legendären Bus, der Black Mamba, zurück. Die dröhnende Hardcore-Techno Musik der Busfahrer, gemischt mit dem Deutschrap und den 80ern aus unseren Boxen, machte das Ambiente perfekt.
Angekommen im Camp wurden die ‚Mobile Homes‘ bezogen – Gepäck rein, Bikini und Badehose an und ab ging´s zum Strand! Nach 22h Busfahrt und gefühlten 40°C im Schatten war das der einzige Ort, an dem es sich einigermaßen aushalten ließ. Wichtigster Freund war die ganze Woche über Mister Suncream!
Am Sonntag war unsere erste Surfstunde. Das erste Mal mit dem Brett von einer Welle erfasst zu werden und liegend zurück zum Strand zu fahren, war ein wundervolles Gefühl, die gratis Nasenspülung mit Meerwasser, während man von einer Welle vom Brett gefegt und umhergewirbelt wurde und der darauffolgende Würgereiz, waren dagegen nicht so angenehme Nebenaspekte…. Aber das gehört als blutiger Anfänger nun mal dazu! Den Kampf gegen die teils sehr starke Landeinwärtsströmung gewonnen und wieder in tieferem Wasser angekommen, versuchten wir direkt die nächste Welle zu catchen und keinen Nose-Dive hinzulegen und waren total „gescoked“, als wir das geschafft hatten.
Montags ging es nach einer morgendlichen Surfstunde in die ehemalige Kulturhauptstadt Europas, nach San Sebastian. Dort besichtigten wir die wunderschöne Altstadt und hielten einige Referate über landestypische Spezialitäten und mehrere konkrete Sehenswürdigkeiten. Im Anschluss hatten wir in Kleingruppen Zeit, eine der unzähligen Tapas-Bars zu besuchen und die vielen kleinen Gässchen San Sebastians zu erkunden, bevor wir abends auf einen Berg wanderten, um von dort den Sonnenuntergang über der Bucht San Sebastians zu schauen.
Außerhalb der Surfstunden konnten wir unsere Freizeit frei gestalten, es gab viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen – zum Beispiel bei Beachvolleyball, Tischtennis, auf der Skate Ramp oder im Outdoor Fitnessstudio. Daneben bestand natürlich auch die Chance, es sich auf einem der bequemen Sitzsäcke gemütlich zu machen, von wo aus die meisten den Sportlern sportlich zusahen.
Vor unserer letzten Surfstunde am Mittwoch herrschte Weltuntergangsstimmung – es schüttete wie aus Eimern! Doch einige Mutige schnappten sich dem Wetter zum Trotz die Surfbretter und liefen zum Strand frei nach dem Motto „Nass werden wir sowieso, ob von oben oder von unten!“. Dieser Mut zahlte sich aus, es waren quasi perfekte Bedingungen; super Wellen und wenig Strömung. So waren alle nach Ende der Stunde überglücklich, einige Wellen gestanden zu haben, und wir verbrachten noch einige Zeit im Fluss, den wir auf dem Weg zum Strand durchqueren mussten. Im Fluss war es im Übrigen wärmer als draußen.
Freitags wurde dann gegen Mittag der Bus gepackt und wir starteten den Weg nach Hause. Die bevorstehenden 21h Fahrt waren für viele eine willkommene Möglichkeit, ein wenig Schlaf nachzuholen!

Jule Heinzelmann und Leo Peplau

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