Ehemaligentreffen am Cusanus-Gymnasium

10 Jahre HalliGalli??

Nach stattlichen zehn Jahren traf sich am Samstag, den 18.04.2026, eine stattliche Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten – s. angefügte Bilder der Massenveranstaltung! – am Cusanus-Gymnasium, um ihres Abiturs im Jahre 2016 – so lange ist es schon her! – in feierlicher Form zu gedenken! (Okay! … ganz so feierlich ging es nicht zu …)

Es blieb nicht aus, dass sich der eine oder andere dabei an eine der offiziellen Reden bei der Abiturfeier ‚zurückerinnerte‘, wo der offizielle Name der Jahrgangsstufe auf einmal unter dem Thema „Zirkus Roncalli“ abgehandelt wurde. (Der Redner ließ sich übrigens auch durch freundliche Hinweise auf die Fehlerhaftigkeit seiner Vorbereitungen nicht aus dem präparierten Konzept bringen, sondern zog die Nummer tapfer durch. Zirkusreif!!)

Sagen wir noch schnell, dass die Schüler gegen 14 Uhr von Michael Hansen (Schulleiter), sowie Gerd Laschefski und Christian Poncelet (Organisation Ehemaligentreffen) auf dem Schulhof bzw. in der Mensa der Schule auf’s freundlichste in Empfang genommen wurden. (Die Veranstaltung sollte bis 17 Uhr dauern.)

Wenn Gerd Laschefski etwas besser vorbereitet gewesen wäre, hätte er natürlich jene Abiturrede, die er damals im Auftrag und auf Geheiß der Stufe gehalten hatte, im Gepäck haben müssen. Es wäre vielleicht der Ort gewesen, sie ein zweites Mal zu halten! Leider war Gerd nicht vorbereitet. (Kommt ja in der Schule mitunter vor.)

Aber – wer weiß – … vielleicht erinnert sich (jetzt) noch einer, dass es damals schon auf der ersten Seite des Manuskripts hieß:

„Wer ein sicheres Gefühl für den jetzigen Moment besitzt, dem kann nicht entgangen sein, dass wir gerade dabei sind, die Leiche eurer gemeinsamen Schulzeit zu Grabe zu tragen.
Der Leichenbeschauer hat den definitiven Hirntod festgestellt. Ein Wiederbeleben ist ausgeschlossen. Die Friedhofsarbeiter haben eine entsprechende Grube ausgehoben.
Die Leiche liegt im Sarg.“

Was seinerzeit bereits „im Sarg lag“ stellte sich dann zehn Jahre später als quicklebendiger Haufen mit einem guten Langzeitgedächtnis heraus. Die tiefen und nie enden wollenden Gespräche unter den Schüler an allen erdenklichen Orten, zu denen die ‚Wanderungen‘ die Besucher an diesem Nachmittag führten, legten ein nachdrückliches Bekenntnis für diese Einsicht ab.

Christian Poncelet konnte noch einmal Kontakt mit dem ersten LK-Französisch aufnehmen, den er am CGW unterrichtet hatte. Michael Hansen erläuterte in diversen Räumen die Vorteile der zahlreichen technische Innovationen, die in den letzten zehn Jahren ihren Weg in die Schule gefunden haben. Er macht aber auch darauf aufmerksam, dass mit KI eine ganz andere und tiefgreifende ‚Revolution‘ in den Schulbetrieb Einzug gehalten haben könnte.

Zuletzt führte der Weg die Schüler noch einmal in den sagenhaften „Kartenraum“ und Gerd Laschefski brach noch einmal rhetorisch eine Lanze für den „old-school-Unterricht“ und die grüne Tafel: ‚Man solle und müsse lernen, die Schule mehr aus der ‚künstlerischen‘ Perspektive zu sehen.‘ (Früher war einfach mehr ‚hand-made‘! … zumindest bei dem einen oder anderen …)

Man trennte sich gegen 17 Uhr froh und munter. Die Schüler in die Stadt zum gemeinsamen Essen, die ehemaligen Lehrer, um ihrer Wege zu gehen.

Wie hieß es fast am Ende meiner Abirede:

„Es gibt keinen guten Lehrer ohne seine Schüler. Es gibt keine guten Schüler ohne ihre Mitschüler.
Gerade in diesem Sinne wart ihr für mich geradezu vorbildlich. Ich sage das hier gerne auch in die Ohren eurer Eltern hinein.
Euer Umgang miteinander und mit den Lehrern in und außerhalb des Unterrichts war – soweit ich das beurteilen kann – immer von großer Freundlichkeit und Herz geprägt – eine große Liebenswürdigkeit. Das Cusanus-Gymnasium lässt euch daher heute nur sehr ungern gehen.
Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei euch für all das Gute bedanken, das ihr so angestellt habt.“

Und so kann man am Ende der Veranstaltung sagen: Hier hat sich nichts geändert in den zehn Jahren, die seither verflossen sind.

Text und Fotos: Gerd Laschefski / Christian Poncelet