Klassenausstellung “Judentum”

Schöne eigene Texte zur Beschreibung zentraler Gegenstände der jüdischen Religion erstellten die Schülerinnen und Schüler der Reli-Gruppe 5B/5C während einer Gruppenarbeit, gemeinsam mit den Kultgegenständen wurden die Texte als Beschriftungsschilder zu “kleinen Ausstellungsvitrinen” arrangiert.
Aus der Rolle der Museumsexperten, die für die Präsentation eines Gegenstands verantwortlich waren, schlüpften im Anschluss die Schüler in die Rolle von Museumsbesuchern. Die Beschriftungskarten an den Realien, auch Bilder, die zeigten, wie die Gegenstände in den Lebensalltag integriert werden, halfen während des “Museumsrundgangs” dabei, die Kultgegenstände zu verstehen.

Die Beschriftungskarten der Schülerinnen und Schüler in den “Ausstellungsvitrinen” sahen so aus:

Mesusa:
Eine Mesusa kann eine kapselartige Form haben, die im rechten Türrahmen einen Haus oder einer Eingangstür in die Wand eingebaut ist. Sie kann aus Metall sein und ist außen reich verziert. In ihr befinden sich wichtige Bibelstellen auf Pergament geschrieben. Eine Mesusa ist wie eine Art Erkennungszeichen, das zeigt, dass im Haus oder in der Wohnung Menschen mit jüdischem Glauben leben. Juden berühren, wenn sie das Haus betreten oder verlassen, die Mesusa liebevoll.

Tora und Jad:
Die Tora ist die Heilige Schrift der Juden. Das Wort heißt aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt “Lehre”. Die Tora enthält die ersten fünf Bücher Mose, sie ist eine mit kostbarem Stoff umhüllte Pergamentrolle und das Wichtigste im Leben eines gläubigen Juden.
Die Tora darf niemals angefasst werden, ein Zeigestab, der Jad, dient als Lesehilfe. Am Ende des Jads befindet sich eine kleine eiserne Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger. Er hilft vor allem Jugendlichen, die das erste Mal in der Synagoge aus der Tora vorlesen, dabei, dass sie beim Lesen nicht die Zeile verlieren.

Tallit (Gebetsmantel)
Er gibt zwei Arten von Tallit: Einmal den “Tallit gadol”, den man zum Beten benutzt und einmal den “Tallit katan”, der etwas kleiner ist und der von gläubigen Juden unter der Alltagskleidung getragen wird. Männer tragen einen Gebetsmantel beim Morgengebet, in jüdischen Gemeinden, die etwas fortschrittlicher sind, dürfen auch Frauen einen Tallit tragen.
An den Ecken des Tallits befinden sich so genannte Zizit. Das sind Bündel aus Fäden, die lang und verknotet sind, und die an die 10 Gebote erinnern sollen. Die Zizit beim “Tallit katan” sieht man unter der Alltagskleidung hervorlugen.
De Tallit ist aus Baumwolle, Seide, also kostbarem Material, meistens sind blaue oder schwarze Streifen eingewebt.

Tefillin (Gebetriemen)
Jungen ab 13 Jahren und Erwachsenen legen die Tefillin beim Morgengebet an. Die Lederriemen werden um den linken Ober- und Unterarm und die Finger gebunden. An der Stirn und in der Armbeuge wird mit ihnen jeweils eine Lederkapsel befestigt, die auch wichtige Bibelstellen enthält.

Kippa
Die Kippa ist die hebräische Bezeichnung für “Käppchen”. Sie wird von gläubigen Juden aus Respekt vor Gott und als Erinnerung an Gott während des Synagogengottesdienstes, aber auch in der Öffentlichkeit getragen.

Im Rahmen eines Projektes in der Schulbibliothek sind nach der Recherchearbeit dort zu den Themen “Chanukka”, “koscheres Essen”, “Sabbat”, “Synagoge” und “Anne Frank” folgende Lernplakate entstanden:

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