Heureux qui comme Ulysse a fait un beau voyage …
Kursfahrt der MSS 12 an die Côte d’Azur
Sonntagabend, 20 Uhr: Während andere es sich langsam auf dem Sofa gemütlich machten, standen wir mit Koffern und Taschen bereit für unsere letzte gemeinsame Reise – unsere Kursfahrt an die Côte d’Azur. Mit dem Bus ging es über Nacht Richtung Südfrankreich. Rund 14 Stunden lagen vor uns – genug Zeit also, um zu schlafen, Musik zu hören, sich zu unterhalten oder einfach herauszufinden, in wie vielen verschiedenen Positionen man in einem Reisebus überhaupt schlafen kann.Am nächsten Morgen erreichten wir schließlich Fréjus, wo ein kleiner Ferienpark für die nächsten Tage unser Zuhause sein würde. Wir wohnten jeweils zu fünft oder sechst in kleinen Häuschen. Von hier aus starteten wir jeden Tag zu neuen Ausflügen entlang der Côte d’Azur. Monaco, Nizza und Saint-Tropez standen auf dem Programm – dazu Sonne, Meer, französisches Essen und natürlich jede Menge gemeinsame Erlebnisse.
Text: Viktoria von St. Vith, Lea Schröder
Monaco
Unser erster Ausflug an der Côte d’Azur führte uns nach Monaco – in das Land der Luxusautos, Yachten und Menschen, deren Sonnenbrillen vermutlich mehr kosten als unsere gesamte Kursfahrt :).
Am Morgen ging es mit dem Bus los. Schon bei der Ankunft wurde klar: Hier ist alles ein bisschen glänzender, teurer und beeindruckender als zu Hause. Doch bevor es in die Welt der Reichen und Schönen ging, war Bildung angesagt. Wir legten einen kleinen Zwischenstopp in Grasse, der Stadt des Parfüms, ein. Die „Parfümerie Fragonard“ gewährte uns einen Einblick in die Herstellung des Parfüms und endete für viele in einem kleinen Kaufrausch ;). Gut riechend ging die Busfahrt weiter.
In Monaco selbst erwartete uns nochmals eine kleine Bildungseinheit: Das Ozeanographische Museum stand auf dem Programm. Gemeinsam erkundeten wir die verschiedenen Aquarien und Ausstellungen und bestaunten die riesigen Fossilien. Besonders die bunten Fische und die vielen Becken sorgten für viele Fotos. Allerdings waren nicht alle begeistert – einige fanden, dass die Tiere in den Aquarien zu wenig Platz hatten. Spätestens dort wurde aus unserer Stufe plötzlich eine Gruppe engagierter Tierschützer :).
Nach einem mehr oder weniger schönen Besuch ging es in Kleingruppen durch Monaco. Viele zog es zunächst zu den unzähligen Restaurants in der Altstadt, die gar nicht so teuer waren, wie man vermuten könnte. Andere zog es direkt nach Monte Carlo, wo sich das „Casino de Monte Carlo“ befand. Dieses wurde nicht nur von außen, sondern auch von innen bewundert. Wer Lust hatte, konnte für 20 € Eintritt den Versuch antreten, sein Vermögen zu vervielfachen. Millionengewinne gab es zwar nicht, aber immerhin kam keiner mit Minus raus: ein erfolgreiches Spiel! Mit vollen Geldbeuteln traten wir wieder die Rückreise zu unserer Unterkunft an.
Am Ende des Tages hatte Monaco für jeden etwas dabei: Luxus, Meer, Geschichte und ein kleines bisschen Nervenkitzel. Damit war unser erster Ausflug nicht nur ein gelungener Start in die Kursfahrt, sondern auch der Moment, in dem wir merkten: Diese Kursfahrt wird unvergesslich bleiben!
Text: Viktoria von St. Vith, Lea Schröder
Nizza
Am Mittwoch packten wir unsere Sachen und düsten mit Dieter in Richtung Nizza. Nizza reimt sich zwar auf Pizza, jedoch lernten wir schnell von unserer Stadtführerin Jutta, dass dort traditionell ein Kichererbsenpfannkuchen namens Socca gegessen wird. Zusammen mit Geneviève führte sie uns quer durch die Stadt am Mittelmeer.
Entlang der Promenade wanderten wir bergauf Richtung Park. Während eine Gruppe mit dem alten Schloss-Aufzug fahren konnte, durfte die andere mit viel Anstrengung die Treppen hinaufsteigen, um den insgesamt 92 Meter hohen Hügel zu erklimmen. Oben angekommen, wartete ein im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubender Panoramablick auf uns.
Von dort aus spazierten wir mit straßenmusikalischer Untermalung durch die schön bepflanzte Parkanlage, bis wir schlussendlich die Treppen wieder hinunterstiegen, um die Altstadt zu erkunden.
Nach dieser aufregenden Stadtführung hatte jeder die Möglichkeit, sich zu stärken und den Wochenmarkt zu genießen.
Anschließend ging es mit etwas Kultur weiter. Im Matisse Museum schauten wir uns eine breit gefächerte Kunstausstellung mit Skulpturen, Zeichnungen und Gemälden des Künstlers Henri Matisse an. Danach ging es für einige zur kleinen Abkühlung an den Strand von Nizza. Das azurblaue Wasser war der perfekte Abschluss unseres wunderschönen Ausflugs.
Text: Sophie Dietzen, Eva Ruppenthal
Saint-Tropez: Zwischen Luxusvillen, Meeresluft und dem letzten Abend der Kursfahrt
Donnerstag, 9:30 Uhr morgens. Für unsere Gruppe hieß es heute „Sommer, Sonne, Saint-Tropez“ an unserem letzten großen Ausflugsziel. Schon die Busfahrt dorthin war alles andere als langweilig. Während draußen die Landschaft der Côte d’Azur vorbeizog, präsentierten einige Schülerinnen und Schüler interessante Fakten über die berühmte Hafenstadt. Nach einer manöverreichen Hinfahrt, die unser Busfahrer Dieter mit Bravour absolviert hatte, erreichten wir mit Verspätung endlich unser Ziel.
Erste Eindrücke: Sonne, Hafen und Eis
In Saint-Tropez angekommen, wurden wir direkt von strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen empfangen. Da wir etwas später als geplant ankamen, blieb zunächst nur wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Trotzdem zog es viele direkt zum Hafen. Leider war die „Indigo-Star“ der Geissens nicht bei den vielen Yachten, die im Hafen hielten, dabei; sie befand sich zu dem Zeitpunkt in Dubai …
Da wartete bereits die wohl bekannteste Entscheidung des Tages: Lohnt sich das Eis für 4,50 € wirklich? Die Antwort vieler Schülerinnen und Schüler lautete: Ja – auch wenn der Preis die ein oder andere Überraschung bereithielt. Zwischen beeindruckenden Yachten, kleinen Gassen und dem lebhaften Treiben am Hafen konnten wir bereits einen ersten Eindruck von Saint-Tropez gewinnen.
Prominente Nachbarn vom Wasser aus
Um 14 Uhr begann das nächste Highlight: eine gemeinsame Küstenrundfahrt mit dem Boot. Vom Wasser aus zeigte sich Saint-Tropez noch einmal von einer ganz anderen Seite. Der Tourguide begeisterte dreisprachig auf Französisch, Englisch und Deutsch. Entlang der Küste reihten sich luxuriöse Villen aneinander. Zu sehen waren unter anderem das Anwesen von Brigitte Bardot, die Villa der Geissens, das Haus von Neymar und weitere beeindruckende Häuser, die sich hinter Palmen und direkt am Meer verstecken.
Nach knapp 90 Minuten legten wir wieder am Hafen an. Für viele gehörte diese Rundfahrt zu den schönsten Momenten des gesamten Tages.
Strand oder Stadt?
Nach der Bootstour ging es zunächst gemeinsam zurück Richtung Bus. Anschließend konnten alle selbst entscheiden, wie sie den restlichen Nachmittag verbringen wollten. Für einige war die Sache schnell klar: ab an den Strand. Das Mittelmeer bot bei den hohen Temperaturen die perfekte Gelegenheit für eine kleine Abkühlung.
Wer weniger zu den Wasserratten gehörte, durfte noch mal zurück in die Altstadt von Saint-Tropez, wo man sich anstelle des Schwimmens mit einem Kaltgetränk erfrischen konnte – natürlich alkoholfrei ;D. Es zeigte sich schnell, dass Saint-Tropez weit mehr zu bieten hat als Luxus und Prominenz. Zwischen kleinen Boutiquen, Restaurants und verwinkelten Gassen entdeckten viele den besonderen Charme der Stadt. Und überraschenderweise war nicht alles so teuer, wie man es vielleicht erwartet hätte.
Ein gelungener Abschluss
Da am nächsten Tag bereits die Heimreise anstand, wurde am Abend noch einmal ein großer Einkauf erledigt. Snacks, Getränke und die letzten Souvenirs wanderten in die Einkaufswagen und später in die Koffer. Zurück auf der Ferienanlage ließen wir den vorletzten Abend gemeinsam ausklingen. Während einige noch Volleyball spielten, saßen andere zusammen, spielten Spiele oder bereiteten bereits ihre Sachen für die Rückfahrt vor. In den Hütten wurde gekocht, erzählt und viel gelacht.
Gleichzeitig machte sich langsam das Gefühl bemerkbar, dass sich unsere Kursfahrt dem Ende näherte. So ging ein abwechslungsreicher Tag zu Ende – mit Sonne, Meer, beeindruckenden Ausblicken und vielen gemeinsamen Erinnerungen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Mit vielen neuen Eindrücken, zahlreichen Fotos und jeder Menge schöner Erinnerungen ging unsere Kursfahrt schließlich zu Ende. Ein besonderer Dank gilt Frau Echegaray, Frau Wilmes, Frau Welz und Herrn Lang, die diese Reise möglich gemacht und uns während der gesamten Woche begleitet haben. Wir hatten eine tolle Zeit, haben viel erlebt und werden uns noch lange an die gemeinsamen Tage an der Côte d’Azur erinnern.
Text: Viktoria von St. Vith, Lea Schröder

