Eine Stimme gegen Depression

hinschauen, zuhören, darüber sprechen

Heute durften wir Teil der Veranstaltung „Eine Stimme gegen Depression“ in Wittlich sein. Und obwohl es um ein Thema ging, das oft mit Traurigkeit, Unsicherheit und Hilflosigkeit verbunden ist, war die Atmosphäre vor allem eines: offen, ehrlich und ungezwungen.

Ein großes Dankeschön an alle Organisatoren, die einen Rahmen geschaffen haben, in dem ein schwieriges Thema seinen Schrecken ein Stück weit verlieren durfte, weil darüber gesprochen, informiert und zugehört wurde.

Besonders wichtig ist uns dabei die Botschaft an euch Schüler: Diese Veranstaltung ist gerade für euch da. Hier kann man sich informieren, Fragen stellen und beraten lassen, ganz ungezwungen und ohne selbst betroffen sein zu müssen. Denn Depression betrifft deutlich mehr Menschen, als man vielleicht glaubt. Wie wichtig es ist, diesem Thema Raum zu geben, zeigte auch die Beteiligung vieler Schulen aus der Region.

Auch wir vom Cusanus-Gymnasium waren mit Arbeiten unserer Schüler vertreten. In der Kunst haben wir dabei versucht, Dinge anders sichtbar werden zu lassen, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Farbe kann verborgen sein, unter vielen Schichten kann etwas weiter hin durchscheinen und ein Bild kann eine zweite Bedeutung offenbaren, wenn wir unsere Perspektive verändern. Freundschaft kann Halt bedeuten und ein Kampf muss nicht spektakulär oder für andere sichtbar sein, um großen Mut zu verlangen.

Vielleicht ist genau das die Verbindung zwischen Kunst und dem Thema Depression: Nicht beim ersten Eindruck stehen zu bleiben. Hinzusehen. Nachzufragen. Und wahrzunehmen, was vielleicht im Verborgenen liegt.

Auch wenn dieses Thema gerade nicht euch selbst betrifft, schaut ihr nach dieser Veranstaltung vielleicht ein Stück genauer hin. . Ihr wisst, dass es Anlaufstellen und Menschen gibt, an die man sich wenden kann. Und möglicherweise erkennt ihr eher, wenn jemand in eurem Umfeld Unterstützung braucht – denn wir können einem Menschen nicht immer ansehen, wie es ihm wirklich geht.

Schön, dass ihr da wart. Und schön, dass diesem Thema eine Stimme gegeben wurde.

Denk daran: Wenn du Fragen hast oder wissen möchtest, wo du Unterstützung findest, kannst du dich jederzeit an unsere Schulsozialarbeiterin Frau Pfeifer wenden. Sie kennt die wichtigen Anlaufstellen und gibt dir gerne die passenden Kontakte weiter.

Text und Fotos: Stefanie Hergert