Jutta Richter zu Besuch bei der Klasse 6C

Das Bücherschreiben mit einer „guten Spaghetti-Soße“ zu vergleichen, bei dem es auch darum ginge, das Geschriebene länger „einkochen zu lassen“ und sich setzen zu lassen wie eine gute sämige Spaghetti-Soße, ließ die Schüler und Schülerinnen der 6C zu Beginn der Autorenlesung neugierig werden auf Frau Richter. Dass sie beim „Bücherkochen“ – wie beim „Hund mit dem gelben Herzen“ etwa – auch schon mal achtzehn Jahre brauche, um fertig zu werden, überraschte zudem. Beim Schreiben, meinte Frau Richter, lese sie immer laut mit, sie schreibe somit „Lautlesebücher“, bei denen Sprache Melodie und Rhythmus erzeugen solle. Sie reise sehr viel, demnächst nach Rom, und einige ihrer Bücher seien in viele Sprachen übersetzt. Dass sie beim Reisen immer wieder bekannte Autoren treffe und auch schon in Vergangenheit getroffen habe, wie etwa Cornelia Funke und Joanne K. Rowling, beeindruckte die Klasse.
Schön in der Begegnung mit Frau Richter war ihr Lesevortrag aus “ Der Tag, als ich lernte, die Spinnen zu zähmen“. Eindrucksvoll, kraftvoll und mit viel Gefühl erwecke Frau Richter die Figuren des Buchs zum Leben. Zufälligerweise hatte Lucienne, eine Schülerin der 6C, Frau Richter zu Beginn der Veranstaltung gefragt, wie denn die Geschichte „mit den Spinnen“ weiterginge. Frau Richter ließ die Frage offen und meinte, das offene Ende solle ihre Leser dazu ermuntern, selbst weiterzudenken. Lucienne tat dies und verfasste unbemerkt eine Erzählfortsetzung, die Frau Richter nach dem eigenen Lesevortrag vorlas. Der Text von Lucienne beeindruckte Frau Richter sehr, die Klasse dankte Lucienne mit besonders viel Aufmerksamkeit beim Zuhören.
Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch ein paar Sprachspiele, das Schreiben eines Akrostichons oder das Verfassen von stabreimenden Sätzen etwa. Mehr an geplanter Interaktion hätte den Schüler sicherlich gut getan. Gut gefallen hat vielen jedoch der Vortrag des Gedichts „Der Engel der Langsamkeit“, der das „Carpe diem“ besingt und lobt.
Gegen Ende signierte Frau Richter noch die von den Schülern mitgebrachten Bücher, allen voran den „Hechtsommer“, von dem sich einige Schüler gedanklich bewegen ließen.

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