„Handy, Megas, Apfelkuchen“

Polizeipuppenbühne Trier bei uns

Viel Freude hatten heute unsere Fünftklässler*innen mit dem Theaterstück „Handy, Megas, Apfelkuchen“. 

Im Zentrum des Stücks steht ein Junge namens Jakob, der ein Foto seiner älteren Schwester Lotta, ohne sie zu fragen, in die Klassenchatgruppe stellt, was sie sehr traurig macht, weil sich viele aus ihrer Klasse über dieses Foto lustig machen. Jakob hat sich dabei nichts gedacht, er will damit Teil der so genannten „Megas“ werden, einer Gruppe von Kindern, die sich als coole Clique aufspielen und die Jakob dazu angestiftet haben. Was Jakob damit angerichtet hat, wird ihm leider erst zu spät bewusst. Die Fee Viska hilft ihm allerdings über seine Sorgen zu reden und sie zeigt ihm einen Weg, mit seiner Schwester zu reden und auch mit Tante Zilly, die ihn gegen seinen Willen immer küssen will.  

Über die Inhalte des beeindruckend gespielten Stücks – Cybermobbing, Mobbing, das Recht am eigenen Bild und die Fähigkeit, nein zu sagen, wenn man nicht berührt werden will – kamen die beiden Theaterpädagoginnen von der Polizeipuppenbühne Trier intensiv mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch.

Anhand von Rollenspielen konnten zudem Strategien entwickelt werden, wie man unterstützen kann, wenn ein Kind gemobbt wird. Wichtig sei, so die Theaterpädagoginnen, das von Mobbing betroffene Kind zuerst zu unterstützen, sich mit ihm solidarisch zu erklären, was auch Lotta, der Schwester von Jakob, geholfen hatte: Ihre Klassenkameraden*innen unterstützten sie, auch ihre Mutter und ihre Klassenlehrer durch ein Gespräch mit der Klasse.  

In der informativen und interessanten Elternveranstaltung am Nachmittag wurde sachkundig über die oben genannten thematischen Schwerpunkte des Theaterstücks informiert.

Klar wurde u.a. : (Cyber)-Mobbing ist ein über einen längeren Zeitraum andauerndes  Gruppenphänomen, bei dem ein Machtungleichgewicht zwischen dem Gemobbten und dem Mobber vorliegt, bei dem es viele „Beiklatscher“, Claqueure gibt, die dem Mobber den von ihm gesuchten Beifall, die gesuchten Likes geben. Aktive Ausgrenzung, das Ignorieren von Menschen, das Verbreiten von Lügen, Diebstahl, Bedrohungen, Beleidigungen, gemeine Dinge sagen …: All das sind Handlungen, die Mobbing beschreiben, und gegen die strafrechtliche, aber auch zivilrechtliche Schritte unternommen werden können. 

Informationen erhielten die Eltern zudem zu den Themen „sexuelle Gewalt“ und dem „Recht am eigenen Bild“. Sie erhielten zudem konkrete Hinweise, wie effektiv geholfen werden kann.

Beispielhaft wurden auch Ansprechpartner genannt, die kompetente Hilfe anbieten können: 

Kinderschutzbund Trier (https://kinderschutzbund-trier.de): telefonische Beratung zu juristischen Fragen im Zusammenhang mit Mobbingvorfällen    

Nutzen der Angebote von Law4 School (https://law4school.de)

JUUUPORT: eine bundesweite online-Beratungsstelle: https://www.juuuport.de

Klicksafe (https://www.klicksafe.de): eine EU-Initiative zum Aufbau von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrern

Vielen Dank Frau Groß de García und Frau Zeltinger, den beiden Theaterpädagoginnen von der Polizeipuppenbühne Trier, fürs Kommen.