Bildungsminister Sven Teuber zu Besuch bei uns!
„Zusammen mutig vorangehen“ und „aus der Praxis für die Praxis“ lernen waren zentrale Appelle, die Herr Teuber, Bildungsminister von Rheinland-Pfalz, in den Austausch mit Schülerinnen und Schüler aus der MSS 11 einbrachte.
Dieser wünschten sich ein breiteres Angebot an Lehrerfortbildungen im Bereich der Digitalisierung, damit digitale Instrumente effektiver und zeitökonomischer im Unterricht eingesetzt werden könnten. Auch forderten sie spürbarere bundesweite Initiativen gegen den Lehrermangel, damit mit kleineren Klassen die Qualität des Unterrichts steige. Zudem wurde angefragt, wie es mit der Vergleichbarkeit der Abiture in Deutschland aussehe, denn Umzüge zwischen Bundesländern gestalteten sich doch vielfach als recht schwierig. Ein wichtiges Anliegen der Schülerinnen und Schüler war zudem, schulische Prozesse, etwa Unterrichtsschwerpunkte in Absprache mit Lehrkräften, mitbestimmen zu können. Insgesamt hätten sie den Eindruck, recht „wenig Einfluss“ zu haben.
Gerade das Land Rheinland-Pfalz biete, so der Bildungsminister in seiner Antwort auf die Schülerfragen, für Lehrkräfte durch die Plattform Fobizz eine Lernplattform an, die Möglichkeiten der Lehrerfortbildung in vielen Bereichen, auch im Bereich der Digitalisierung, ermögliche, sodass hier individuell und kostenfrei eine Unterstützung erfolge. Auch Schüler*innen könnten über ihre Lehrer*innen die dort angebotenen Tools nutzen; für den Mathe-Unterricht auch die kostenlose Lern-App „bettermarks“.
Gerade in Rheinland-Pfalz würden zudem schon seit vielen Jahren kontinuierlich Lehrer*innen eingestellt und verbeamtet, an allen Universitäten des Landes könnten mittlerweile auch die unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge studiert werden, multiprofessionelle Teams (Schulsozialarbeiter*innen …) unterstützten vielfach die Lehrkräfte in ihrer Arbeit, was insgesamt die Attraktivität des Lehrerberufs erhöhe. Aber natürlich bestehe nach wie vor Lehrermangel etwa in den Fächern Musik oder Kunst, weil nicht jeder diese Fächer studieren könne.
Bildung sei zudem Ländersache, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse ein wichtiges Ziel. Bundesweit entwickelte Standards, oftmals vorher in einzelnen Bundesländern erprobt, sollten die Vergleichbarkeit der Abschlüsse ermöglichen helfen.
Insgesamt sollte, so Herr Teuber am Ende des offenen Austauschs, Lernen an Schulen ohne Leistungs- und Zeitdruck ermöglicht, sollten mehr Freiräume fürs Lernen gegeben und insgesamt Kompetenzen vermittelt werden, die Schüler*innen zu sozialkompetenten und selbstbestimmten Menschen machten.
Wir bedanken uns bei Herrn Teuber dafür, dass er sich Zeit für den Austausch mit unseren Schüler*innen genommen hat. Wir wünschen ihm für die Umsetzung seiner Ziele ein gutes Gelingen.
Text und Fotos: SCU

