Carina Becker für Facharbeit in Erdkunde ausgezeichnet

Jedes Jahr schreibt die Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier einen Schülerwettbewerb aus, bei dem Facharbeiten oder Besondere Lernleistungen eingereicht werden können, die sich mit Trier und seinem Umland beschäftigen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Geschichte, Archäologie, Geografie, Geologie, Biologie, Kunst oder Kultur Triers und der Region, wodurch der Wettbewerb eine regionalhistorische Ergänzung zum eher naturwissenschaftlich orientierten Wettbewerb „Jugend Forscht“ darstellt.

Carina Becker, Schülerin der MSS 13 des Cusanus-Gymnasiums, konnte mit ihrer Facharbeit zum Thema „Wasserversorgung in der Region Wittlich“ die Jury überzeugen und erreichte einen mit einem Preisgeld von 150 Euro dotierten zweiten Platz.
Bei den Recherchen für ihre Arbeit hatte Carina zahlreiche Expertengespräche geführt und Einrichtungen der Wittlicher Stadtwerke, des Zweckverbands Wasserversorgung Eifel-Mosel und der Zentralkläranlage Wittlich besucht, um einen Einblick in die Wasserversorgung und -entsorgung und der notwendigen Aufbereitungsprozesse zu gewinnen. Dabei ging sie Fragen der physischen Geographie bzw. Hydrologie, der Wirtschaftlichkeit, technischen Problemen der Klärung von Abwässern und Fragen der Nachhaltigkeit auf den Grund, wodurch die Arbeit sehr interdisziplinär ausgerichtet ist.
Insgesamt zeichnet sich Carinas Facharbeit nicht nur durch ihre inhaltliche Tiefe und ein breites Spektrum an verwendeten Quellen, sondern auch durch ihre hohe sprachliche Qualität aus.

Foto: (h_st ) Professor Lukas Clemens (links) gratuliert den drei Preisträgern Carina Becker (Zweite von links), Maximilian Gerhards (Mitte) sowie Katharina Bales (Zweite von rechts). Rechts im Bild: Projektleiter Dr. Karl Krämer.
Bildquelle: Trierischer Volksfreund, Foto: Christian Sprau

In einer Feierstunde am Sonntag den 12. März im Landesmuseum Trier wurden die Arbeiten vorgestellt und die Sieger des Wettbewerbs durch den Vorsitzenden der GfnF Prof. Dr. Lukas Clemens und den Projektleiter Dr. Karl Krämer geehrt:
Ein weiterer 2. Preis ging an Katharina Bales vom St. Willibrord-Gymnasium in Bitburg für ihre Arbeit über das Eschentriebsterben in der Südeifel. Den ersten Preis von 300 Euro gewann Maximilian Gerhards vom Martin-von-Cochem-Gymnasium. Maximilian hatte sich mit der Reichsburg in Cochem und ihrer Nutzung durch das Reichsjustizministerium von 1943 bis 1945 intensiv auseinandergesetzt.

Die Gesellschaft für nützliche Forschungen wurde 1801 gegründet und gehört damit zu den ältesten wissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. Sie hat das Ziel, „den wissenschaftlichen Werken und Arbeiten, den Erfindungen und nützlichen Entdeckungen, der Aufmunterung der Kultur und der Entwicklung der Künste Anregung und Förderung zu geben und diese Zielsetzung auch selbst aktiv zu betreiben.

Zu ihrem Erfolg herzlichen Glückwunsch an Carina und alles Gute für die bevorstehenden mündlichen Abiturprüfungen.

Christian Sonnenberg

Artikel im Trierischen Volksfreund

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