Zsuzsa Bank: einfühlsam und lyrisch

Schülerinnen und Schüler unserer Schule konnten gestern Abend teilnehmen an einer Autorenlesung mit Zsuzsa Bank bei uns an der Schule, veranstaltet vom Eifel Literatur Festival. Im Mittelpunkt der Lesung stand ihr neuestes Buch “Schlafen werden wir später”, 2002 schon hatte Frau Bank mit ihrem Debütroman “Der Schwimmer” Aufmerksamkeit erregt. Im Mittelpunkt des Briefromans stehen zwei Frauen – Márta, Schriftstellerin, Mutter von drei Kindern, in Frankfurt, so wie die Autorin selbst, lebend und Johanna, Lehrerin, alleinstehend, in einem kleinen Dorf im Schwarzwald wohnend. Was die beiden Freundinnen, die sich seit Kindesbeinen kennen und schätzen, verbindet, ist ihre Liebe zur Literatur und ihr Bedürfnis und ihre Bereitschaft, sich per Emails abends nach getaner Arbeit auszutauschen über die Gedanken über ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Sehnsüchte, ihre Hoffnungen, ihre verpassten Möglichkeiten.
Sprachlich dicht und intensiv, voller ungewohnter, assoziativer Sprachbilder, mal eloquent und ausladend (bei Márta), mal verknappt und pointiert (bei Johanna), immer präzise und anregend, veranschaulicht die Autorin die beiden Lebensentwürfe dieser sehr unterschiedlichen Frauen und streut ihre literarischen Kenntnisse gut dosiert, dennoch überzeugend, die sich Frau Bank im Rahmen ihres Literatur-, Politik und Publizistikstudiums erarbeitet hat.

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