„Rhythmuswelten für Kids“ – Klangerlebnis zum Mitgestalten

Dass sich auch mit Alltagsgegenständen wie Eimern, Zeitungen und Glasflaschen fetzige und mitreißende Rhythmen erzeugen lassen, zeigten Jürgen Karle und Andreas Wohlfahrt zu Beginn des Projekts für die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe eindrucksvoll. Schnell bewegten sich bei einigen Zuhörern nicht nur die Füße, sondern auch ihr ganzer Körper. So atmosphärisch eingestimmt fiel es den meisten Fünft- und Sechstklässlern im Folgenden nicht schwer, durch Klatschen mit den Händen oder sanftes Schlagen auf Oberschenkel und Brustkorb selbst Rhythmen mit ihrem Körper zu erzeugen. „Ja“, so Jürgen Karle,“ euer Körper kann also auch ein prima Schlaginstrument sein!“
Was die Redewendung „Mach doch nicht so ein Tamtam“ eigentlich bedeutet, wissen viele der zuhörenden Schüler seit der Veranstaltung genauer, denn das Tamtam, ein ostasiatischer Metallgong, kann ganz schön laut sein, je nachdem, wie kräftig vom Musiker aufs Instrument geschlagen wird. Aber auch mit ganz anderen Schlaginstrumenten, die von den Musikern zuvor auf der Bühne aufgebaut worden waren, konnten die Schüler ganz neue und interessante Hörerfahrungen machen, denn die professionellen Schlagzeuger spielten, manchmal durch Schüler und Schülerinnen unterstützt, kleine Musikstücke auf Bongos, auf der Djembe [die der Form nach einem Becher ähnelt und deshalb ‚afrikanische Bechertrommel‘ genannt wird], auf der Conga [einer Art Fasstrommel aus Afrika und Kuba], auf dem Vibraphon und dem Marimbaphon, das zur Familie der Xylophone gehört. Dabei war es einfach toll zu sehen, wie schnell die beiden Musiker ihre Hände auf den Trommeln auf und ab bewegten. Am Ende des „kleinen Konzerts zum Mitmachen“ konnten die Fünft- und Sechstklässler auf die Bühne kommen, um selbst einige Schlaginstrumente auszuprobieren. Ganz unbekannt waren den Schülern die unterschiedlichen Schlaginstrumente jedoch nicht: Im Musikunterricht wurden im Vorfeld des Projekts nicht nur die vielfältigen Percussioninstrumente erarbeitet, sondern es konnte auch dort bereits fleißig auf den schuleigenen Schlaginstrumenten getrommelt werden.

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