Kursfahrt mal anders: Zwischen Surfbrett und Kultur

Am Freitag, dem 12.05.2017 gegen 19.00 Uhr startete das Abenteuer „Kursfahrt“. 16 Schülerinnen und Schüler sowie Frau Paul und Herr Friedrich machten sich auf den Weg nach Südfrankreich. Nach einer 21-stündigen Busfahrt erreichten wir schließlich das Surfcamp in Moliets-et-Maa, einem idyllischen Örtchen an der französischen Atlantikküste.
Nachdem wir unsere Mobilehomes bezogen hatten, gingen wir bei tollem Wetter an den Strand, um das erste Mal im Atlantik zu baden. Obwohl das Wasser mit 14 °C noch recht frisch war, hatten wir viel Spaß am Strand und in den Wellen.
Nach dem gemeinsamen Abendessen im Surfcamp stellte sich die Crew des Surfcamps vor. An dieser Stelle erklärten uns die Surflehrer bereits einige Dinge zum Aufbau eines Surfbretts: Ein Surfbrett besteht aus einer Nose (der vorderen Spitze), dem Tail (dem hinteren Teil des Bretts), den drei Finnen auf der Rückseite und der Leash, ein Seil, das als Halteschnur dient und während des Surfens am Bein befestigt wird, damit man sein Surfbrett im Wasser nicht verliert.
Im Anschluss an die erste theoretische Einführung ging es zur Anprobe der Neoprenanzüge.
Jeder bekam seinen eigenen Anzug, damit alle perfekt für die erste Surfsession am darauf folgenden Morgen vorbereitet waren. Den Abend ließen wir gemütlich mit Volleyball, Tischtennis und Slagline im Surfcamp ausklingen.

Frisch ausgeschlafen und gestärkt vom Frühstück im Camp starteten wir mit einer Theoriestunde in den Sonntag. Anschließend ging es mit den Surfbrettern zum Strand. Wir wurden in zwei Gruppen mit jeweils acht Schülern eingeteilt und durften nach einigen Anweisungen durch den Surflehrer sofort erste Surferfahrungen im Wasser sammeln. Nach 1,5 anstrengenden Stunden im Wasser ging es erschöpft, aber glücklich über erste Erfahrungen und Erfolge mit den Wellen zurück ins Camp.
Im Anschluss an die Surfsession hörten wir zwei Referate zu den Themen „Geschichte des Surfens“ und „Regelwerk des Beachvolleyballs“. In dem Referat über das Surfen erfuhren wir etwas über die Geschichte des Surfens und die Erfindung der Neoprenanzüge. Die Anfänge des Surfens finden sich in Polynesien. Im Zuge ihrer Seefahrten um ca. 1720 brachten die Polynesier den Wellensport nach Hawaii, wodurch sich der Sport rasch ausbreitete. Durch Schriftsteller wie Mark Twain oder Jack London gewann das Surfen auch in anderen Ländern an Popularität. Um 1950 entwickelte Jack O’Neil den ersten Neoprenanzug, der die Surfer vor dem kalten Wasser schützen sollte. Etwa 10 Jahre später kam es zu einem Boom in der Surfbranche und Surfen wurde zum Massensport.
Die Surfstunde verbrachten wir nicht nur im Wasser, sondern machten auch Trockenübungen am Strand, um das Aufstehen auf dem Surfbrett zu üben. Nach ein paar Ausführungen an Land versuchten wir, dies im Wasser anzuwenden, was jedoch schwieriger war als erwartet. So war es nicht vermeidbar, einen kleinen Waschgang unter Wasser zu erleben, wenn man die Balance auf dem Brett verlor.
Nach Beenden der Surfstunde folgte eine Theoriestunde am Strand. Inhalte der Theoriestunde waren das Entstehen, die Gefahren und der Umgang mit Wellen und Strömungen an der französischen Atlantikküste.
Nach dem Abendessen gingen wir gemeinsam zum Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen. Bei einem Beachvolleyballturnier wurden die theoretisch erlangten Kenntnisse in der Praxis auf den Prüfstand gestellt. Außerdem blieb in einer Freesurfsession Zeit zur Verbesserung der eigenen Surffähigkeiten.

Am dritten Tag machten wir einen Tagesauflug ins nahe gelegene Donostia-San Sebastián, der Kulturhauptstadt Europas 2016.
Auf der Hinfahrt legten wir einen Zwischenstopp in Cap Breton ein, um Bunkeranlagen des Atlantikwalls aus dem 2. Weltkrieg zu besichtigen. Auch hier sorgte ein Schülerreferat für interessante Informationen und entsprechendes geschichtliches Hintergrundwissen zu den Bunkeranlagen.
In San Sebastián angekommen, wurde die Stadterkundung mit einem Referat über Tapas und spanische Esskultur an der Kathedrale Basilika Santa María del Coro eingeleitet. Anschließend hatten wird Zeit zur freien Verfügung und konnten die kleinen spanischen Häppchen in der Tapas-Straße von San Sebastián probieren und ein Teil der baskischen Kultur kennen lernen.
Gegen 20.00 Uhr trafen wir uns alle wieder, um gemeinsam auf einen Aussichtspunkt, den Monte Urgull, zu steigen, damit wir den Sonnenuntergang und den schönen Ausblick auf die Stadt genießen konnten.

Die letzten zwei Tage nutzten wir intensiv zum Surfen. Auch von dem verregneten Wetter ließen wir uns nicht einschüchtern und stiegen auch bei Regen auf unsere Surfbretter, um die Wellen zu bezwingen.
Am Mittwochabend fand unsere letzte Theorieeinheit statt. Neben der detaillierten Theorie zur Entstehung von Wellen gaben uns die Surflehrer hilfreiche Tipps und Tricks zur Planung zukünftiger Surfurlaube. Zum Abschluss schauten wir gemeinsam einen Film über den Surf-Spot Mavericks an der kalifornischen Küste.

Am nächsten Tag traten wir nach einer erlebnisreichen Woche die Heimfahrt an. Auf der Rückfahrt machten wir Halt in Arcachon, wo sich die größte Düne Europas, die Dune du Pliat, befindet. Die Düne ist bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang und liegt an der Meeresöffnung des Bassin d’Arcachon. In einem Platzregen bestiegen wir die Düne und konnten schließlich bei trockenem, aber windigem Wetter die tolle Aussicht genießen. Im Anschluss setzen wir unsere Heimreise fort.

Nach einer ca. 15-stündigen Busfahrt erreichten wir schließlich am Freitag wieder die Schule in Wittlich.
Resümee der Kursfahrt: Baguette, Baguette, Baguette, Surfen, Sonne, Strand, Sand, Meer, Sonnenbrand, Spaß, Volleyball, Muskelkater, TSCHAKA!!

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