EVA 7

Das EVA – Projekt in der Klassenstufe 7 wird von den Klassenleitungsteams in jeder Klasse mit unterschiedlichen methodischen sowie fachlichen Schwerpunkten an zwei Tagen Ende Januar durchgeführt.

Der erste Tag ist jedoch geprägt von der Selbst- und Fremdwahrnehmung, methodisch stehen die Konzentration, Einzelarbeit bis hin zur Partnerarbeit im Mittelpunkt. Einzel- und Partnerarbeit werden an fachspezifischen Themenstellungen erprobt.

Den Abschluss des ersten Tages bildet eine Pro-Contra-Debatte über die Vor- und Nachteile der Partnerarbeit mit der anschließenden Entwicklung von Klassenregeln zur Partnerarbeit.

Am zweiten Tag werden die Kleingruppenprozesse beobachtet, erlebt und reflektiert. Über die kritische Betrachtung der Probleme, die bei der Arbeit innerhalb einer Gruppe aus 3-6 Schülern auftreten können, gelangen die Schülerinnen und Schüler zur Ausarbeitung eines Regelwerkes von Leitlinien, die zum Gelingen einer Gruppenarbeit in der Klasse beitragen.
Initiierte Gruppenprozesse, innerhalb derer gemeinsam fachliche Fragestellungen bearbeitet oder spielerisch kreative Lösungen zu Problemstellungen gefunden werden, ermöglichen im besten Fall das Erfahren der ganzen Klasse als  e i n  Team.

1. Für die Arbeit in der Partner- oder Gruppenarbeit ist es sinnvoll, auch einmal mit Schüler und Schülerinnen aus der Klasse zu arbeiten, mit denen man das, weil man kein Tischnachbar ist, seltener tut. So kann man die Stärken des anderen kennen lernen und erkennen, dass man eigentlich
mit allen zusammenarbeiten kann.

Auslosen der Gruppenmitglieder mit Hilfe von Karten

Auslosen der Gruppenmitglieder mit Hilfe von Karten

2. Mit Hilfe der so genannten “Quadratübung”, während der eine Abstimmung innerhalb der Arbeitsgruppe nur mit Gestik und Mimik erfolgen darf, soll jedes Gruppenmitglied aus Puzzleteilen ein eigenes Quadrat zusammenlegen. Auch einzelne Teile können innerhalb der Gruppe ausgetauscht werden bei Bedarf. Sinn der Übung ist zu verstehen, dass Kommunikation zwar gestisch-mimisch erfolgen kann, eine Abstimmung mit Hilfe der Sprache jedoch effektiver ist.

Ergebnisse der Quadratübung

Ergebnisse der Quadratübung

3. Durch spielerische Übungen ( Entwickeln und Inszenierung eines Rollenspiels … ) konnte erfahren werden, unter welchen Bedingungen Partnerarbeit gelingt, aber auch misslingt. Dokumentiert wurden diese Erfahrungen auf einem Plakat, dass diese Regeln sichtbar macht und immer wieder, im Klassenraum aufgehängt, in Erinnerung ruft.

4. Ausgehend von einer “gestörten Gruppenarbeit”, die u.a. durch ein Rollenspiel sichtbar gemacht wurde, konnte erschlossen werden, unter welchen Bedingungen eine Gruppenarbeit gelingt. Dies wurde nachfolgend als Regelwerk ausformuliert. Im Anschluss konnte durch die Zusammenarbeit in Gruppen ausprobiert werden, ob die ausgearbeiteten Regeln tragfähig sind:
a) durch das Gestalten eines gemeinsamen hohen Turms und
b) durch das plakatgestützte Präsentieren von fachbezogenen Informationen während einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit.