Einmalig und unersetzbar – Einschulungsgottesdienst in St. Paul

Der ökumenische Gottesdienst zur Einschulung unserer neuen Fünftklässler unter dem Motto “Einmalig und unersetzbar – wie ein Puzzleteil” wurde vom Gedanken bestimmt, dass jeder Mensch einmalig ist und deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann und soll. Wie ein Puzzleteil, das verloren gegangen ist, hinterlässt das Fehlen eines Menschen, der bisher mit seinen Stärken eine Gemeinschaft prägte, eine Lücke, die nur sehr mühsam gefüllt werden kann und traurig macht, was der von Finn und Sophie vorgetragene Text verdeutlichte.
Welche unterschiedlichen Stärken Menschen besitzen, zeigten die Vorführungen von Lena, Lukas, Moritz, Ruben, Sanya und Zoe aus der 6A eindrucksvoll: Fußballakrobatik, eine gekonnt präsentierte Karatesequenz, ein wohlklingendes Duett mit Horn und Trompete, waghalsige, zudem beeindruckende bodenturnerische Übungen machten deutlich, wie unterschiedlich und schön die Talente eines jeden sind und wie wichtig es ist, diese anderen zu zeigen und in die Gemeinschaft einzubringen – so wie Samuel, ein Prophet Gottes, der von Gott mit seinem Namen gerufen und beauftragt wurde, Gottes Worte in seinem Leben Raum in Wort und Tat zu geben.
Um die Individualität eines jeden Fünftklässlers zu unterstreichen, wurden alle Fünftklässler nach der herzlichen Begrüßung durch Herrn Mayer im Anschluss an den Gottesdienst von ihren neuen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen mit Namen aufgerufen und ein kleiner Schlüsselanhänger mit einem Puzzleteil als Geschenk überreicht, damit der Gottesdienst mit seiner Grundidee der Einmaligkeit und Bedeutung jedes Menschen noch lange in Erinnerung bleibt und nachwirkt.
Die im Rahmen des Gottesdienstes entstandenen Klassenpuzzle, die die Stärken eines jeden neuen Fünftklässlers zeigen, werden im neuen Klassenzimmer sicher einen besonderen Platz finden.
Gesanglich und auch inhaltlich wurde der Gottesdienst gekonnt von der Klasse 6A mitgestaltet, musikalisch geleitet wurde er von Frau Kratzer und Frau Vollmer, moderiert durch Herrn Surkus-Anzenhofer und geplant in bewährter Teamarbeit durch Herrn Surkus-Anzenhofer, Frau Diederichs, Herrn Dr. Poncelet und Frau Dr. Schüssler-Schwab.

Zum Lesen empfohlen:

Ein kleines Puzzleteil
(im Gottesdienst vorgetragen von Finn und Sophie)

Ein kleines Puzzleteil lag auf einem großen Wohnzimmertisch.
Tim hatte das Puzzle zum Geburtstag geschenkt bekommen,
– ein Puzzle mit 1000 Teilen.
Viele Tage schon lagen die Teile verstreut auf dem Tisch
und Tim hatte keine Zeit, weiter am Puzzle zu arbeiten.

Da wurde es dem kleinsten Puzzleteil ganz schrecklich langweilig.
Es dachte bei sich:
Bei 1000 Teilen falle ich doch gar nicht auf!
Ich werde mich vom Tisch fallen lassen und schauen,
was es sonst noch alles zu erleben gibt.
Gesagt – getan!
Das kleine Puzzleteil ließ sich auf den Boden fallen
und blieb unbemerkt unterm Tisch liegen.

Viele Tage später war Tim endlich fertig mit seinem Puzzle.
Aber was war das?
Es fehlte tatsächlich das allerletzte Teil seines großen Puzzles!
Die ganze Arbeit der letzten Wochen war umsonst!
Was sollte er nur mit dem unvollständigen Puzzle machen?
Tim war enttäuscht und traurig zugleich.
Dicke Tränen rollten ihm über sein Gesicht.

Doch sein Freund, der ihn zum Spielen abholen wollte,
suchte mit ihm, bis sie das kleine Minipuzzleteil unterm Tisch fanden.

Die Freude war groß bei den beiden Freunden
und ganz sicher auch bei dem kleinen Puzzleteil,
dem mit einem Mal klar wurde:
Auch beim größten Puzzle kommt es auf das kleinste Teil an!

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