Demokratie in Europa leben

Die jungen Betreuerinnen und Betreuer von der KJG Wittlich, die seit vielen Jahren die Jugendfreizeiten der Pfarrgemeinde leiten und mitgestalten, wollten ein Zeichen setzen für gemeinschaftliches Engagement. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion, einer bundesweiten Aktion des BDKJ, des Bunds der katholischen Jugend, erhielt die Gruppe am Donnerstag den Auftrag, den Pavillon unserer Schule zu einem Lernort umzugestalten, an dem sich unsere Schülerinnen und Schüler spielerisch erste Grundkenntnisse zum Thema “Demokratie und Europa” erwerben können.
Tja, wer weiß denn schon, woher der Name “Demokratie” kommt?
Von wem stammt denn eigentlich das bekannte Zitat “Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden?”
Wie heißt das kleinste oder größte … EU-Land?
Antwort: negativ? Dann empfiehlt sich ein baldiger Besuch des “Demokratie”-Pavillons!

Natürlich durfte ein Beitrag zum Umweltschutz nicht fehlen: Das “Herbstfreizeitteam” um Justus Becker, Sarah Ertz, Sabrina Hees, Lena Kettel, Mira Lehnerts, Alina Mertes, Jasper Muscheid, Lisa Heinen, Carolin Speder, Niklas Sips, Paula Schmotz sowie Hannah und Valentina Strasser pflanzten gestern noch ein Apfelbäumchen, dessen Pflegschaft in Zukunft Herr Rodenkirch übernehmen wird, der zusammen mit vielen Interessierten kam, um die gelungene Aktion kennenzulernen und wertzuschätzen. Ein neu angelegtes kleines Lavendelbeet soll zudem für Bienennahrung sorgen.

Bei Sonnenschein und in angenehmer Atmosphäre konnte unser kleines, aber feines Selbstlernzentrum von den Besuchern erprobt werden. Vielen Dank den jungen Leuten der KJG, die ihre Freizeit und Kraft investiert haben für diese gute Sache.

Kleine Ergänzung
„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“

Die jungen Aktivisten der 72-Stunden-Aktion haben am Sonntagnachmittag dem CGW – in diesem Jahr offizieller Projekt- und Kooperationspartner der BDKJ-Aktion – einen Demokratie-Pavillon übergeben. Mit einiger Phantasie war ein „Lernort“ entstanden, der sich sehen lassen kann und bestenfalls künftig genutzt und erhalten wird. Von den Schülerinnen und Schülern unserer Schule wollte aber nur ein MSS-Schüler der Geschenkübergabe beiwohnen. Ausgerechnet Maceo Pohl, der erwiesenermaßen mit (jungen) Katholiken keinerlei Vertrag hat, war als einziger Schüler des CGW zugegen, als die Übergabe an das CGW, vertreten durch den Schulleiter und einige Kollegen/Kolleginnen, erfolgte. Es dürfte auch den Anwesenden nicht ganz entgangen sein, dass zwar in der Aktionsgruppe einige ehemalige CGW-SchülerInnen mitgewirkt haben, dass aber ansonsten kein aktuell die Schule besuchender MSS-Mensch es für notwendig befunden hat, mit seiner Anwesenheit die Akteure zu beehren. Und das, obwohl noch am Freitagmorgen in etlichen Kursen eindringlich auf die Aktion hingewiesen und zur Abschlussfeier eingeladen worden war.
Das ist mehr als ein Trauerbild – das ist aus meiner Sicht eine richtige Blamage für die Schülerschaft des CGW. Aber es entspricht weitgehend dem Bild, das man als Lehrer tagtäglich im Unterricht erleben kann, wenn es um gesellschaftliche und politische Fragen geht: keine Ahnung, kein Interesse – vor allem Gleichgültigkeit. Dass nicht einmal SV-VertreterInnen zugegen waren, passt natürlich in dieses Bild.
Sage niemand, er habe nichts mitbekommen – die Aktionsgruppe hat sämtliche Werbekanäle in den sozialen Netzwerken bedient (das kommt doch angeblich bei jungen Leuten gut an). Wäre es eine „Lehrer-Aktion“ gewesen, könnte ich noch halbwegs verstehen, dass man sich nicht angesprochen fühlt – hier aber waren Gleichaltrige am Werk und nicht einmal ihnen lässt man etwas Solidarität zukommen!
Vielleicht sollte man beim nächsten Mal Plüsch- und Kuscheltiere zum Wohlfühlen verschenken oder eben einen alten Gaul – den will sich dann aber auch niemand näher anschauen.
Franz-Josef Schmit

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