„ …, dass jeder Mensch gleich behandelt und geschätzt wird!“

– Eine Plakatausstellung der Klasse 9b zur Bedeutung der UN- Menschenrechtskonvention für uns und unsere Zeit –

Plakatausstellung der 9B

So, wie es in Fabiennes Zitat zum Ausdruck kommt, hat sich die gesamte Klasse 9b im Rahmen der Unterrichtsreihe „Recht und Gerechtigkeit“ im Fach Sozialkunde intensiv mit der sog. „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen beschäftigt, die am 10. Dezember 1948 in Paris fixiert und verkündet wurden. Ebenso wie unser Grundgesetz, das zentrale Elemente der UN-Menschenrechtskonvention in den Artikeln 1-19 aufnimmt, ist diese Resolution nun 70 Jahre alt.

In einer kleinen Plakatausstellung, die noch bis zu den Herbstferien im Atrium unserer Schule zu sehen sein wird, haben sich die Schülerinnen und Schüler an ausgewählten Beispielen der insgesamt 30 Artikel die Frage nach der grundsätzlichen Bedeutung, aber auch nach der Aktualität dieser Einzelartikel im gegenwärtigen gesellschaftlich-politischen, aber auch privaten Leben gestellt.

„Für mich“, so schreibt Emily, „bedeutet die Fixierung der UN-Menschenrechte, dass der Wert eines Menschen nicht durch Reichtum, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft bestimmt wird bzw. werden darf“. Für Julia, Effi, Nadia, Joel und Lena bedeuten sie die „Garantie von Gleichheit, Gleichwertigkeit, Gerechtigkeit und Sicherheit“ durch respektvollen, menschlichen und – dies betont Janis – „integrierenden Umgang“ miteinander, wodurch wir – so wiederum Aicha und Louisa – nur auf ihrer Basis „unsere Freiheit ausleben“ können. Ohne die Achtung der Würde des Einzelnen, sagt Anna, „wäre ein Leben, wie wir es mit unseren zahlreichen Möglichkeiten leben können, eben nicht möglich“. Somit sieht Hannah die Fixierung der Menschenrechtserklärung, auch wenn sie rechtlich nicht bindend ist, vor dem Hintergrund der Gräuel des 2. Weltkriegs auch als den Versuch „die Menschen vor sich selbst zu schützen“.

Die Ausstellung soll in unserer politisch herausfordernden und im menschlichen Miteinander nicht immer sehr sensiblen Zeit einen Beitrag dazu leisten, diese so richtigen und wichtigen Erkenntnisse und Sichtweisen im manchmal stressigen Alltag des täglichen (Schul-) Lebens nicht zu vergessen und die Würde des anderen exakt auf diesselbe Stufe zu stellen wie die eigene: Ein Toleranzgebot gegenüber dem Anderen / dem anders Handelnden und dem anders Glaubenden, das in Teilen auch bereits bei Nikolaus von Kues, dem Namensgeber unserer Schule, zu finden ist.

Monika Escher-Apsner

scroll to top