Abschlussfahrt der Klasse 10A nach Nürnberg

Die Abschlussfahrt der 10 A in der ersten Juniwoche ging nach Nürnberg. 
Nach einer auf der letzten Etappe ab Frankfurt/Main etwas anstrengenden Zugfahrt – unsere reservierten Plätze konnten wir wegen defekter Klimaanlage nur teilweise einnehmen – kamen wir am frühen Nachmittag müde aber voller Vorfreude in Nürnberg an. Nachdem wir im a&o Hostel eingecheckt hatten, erkundeten wir gemeinsam die Nürnberger Altstadt, wo wir den ersten Abend gemütlich ausklingen ließen.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung des Germanischen Nationalmuseums, Deutschlands größtem kulturhistorischem Museum, auf dem Programm. Weil das Aufsichtspersonal uns offenbar nicht zutraute, dass wir in kleinen Gruppen das weitläufige Museum erkunden könnten, musste die Klasse zusammenbleiben. Als kleine Retourkutsche absolvierten wir den letzten Teil händchenhaltend wie eine Kindergartengruppe, was das Aufsichtspersonal wiederum nicht so lustig fand – wir dafür umso mehr. Beeindruckt hat uns auch die „Straße der Menschenrechte“ vor dem Museumskomplex: Dort hat der israelische Künstler Dani Karavan weiße Betonpfeiler errichtet, auf denen in Kurzfassung 30 Artikel der Menschenrechtserklärung von 1948 in Deutsch und einer anderen Sprache eingraviert sind. Nürnberg versteht sich vor dem Hintergrund seiner jüngeren Stadtgeschichte (September 1935 Erlass der „Nürnberger Rassengesetze“) als Stadt, die sich in besonderer Weise für Frieden, Integration und Menschenrechte engagiert. Anschließend ging es noch zum „Ehekarussell-Brunnen“ – hier hat der Künstler das Gedicht von Hans Sachs, einem der Nürnberger Meistersänger, „Das bittersüße eheliche Leben“ in drastischen Figurengruppen dargestellt. Den Rest des Tages durften wir in kleinen Gruppen alleine in Nürnberg verbringen, und dabei entdeckten wir auch einige grüne Oasen in der 500.000 – Einwohner-Stadt. Diese Zeit nutzten viele, um Fotos zu machen, sich die Stadt und die weiteren Sehenswürdigkeiten genauer anzuschauen oder um sich bei den hohen Temperaturen mit einem Eis abzukühlen.

Mittwochs besuchten wir gemeinsam das NS-Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen „Reichstagsparteigelände“ und nahmen an einem Seminar zum Thema „Jugend in der NS-Zeit“ teil, durch das wir viele interessante, aber auch erschreckende Eindrücke sammeln konnten. Danach fuhren wir zum historischen St. Johannisfriedhof, wo wir nach einigem Suchen das Grab von Albrecht Dürer (1471-1528) entdeckten. Letzter Programmpunkt war die Besichtigung von Dürers Wohnhaus, wo man zumindest einen kleinen Eindruck zum umfangreichen Schaffen des Meisters erhalten kann.

Am Donnerstag fuhren wir dann nach Ingolstadt, um uns zunächst das Audi Museum mit seinen zahlreichen historischen Fahrzeugen anzuschauen. Anschließend nahmen wir an einer zweistündigen Werksführung teil. Der „Führer“ zeigte sich nicht sonderlich motiviert, Nachfragen galt es möglichst gar nicht zu stellen. Sicher hatte er schnell erkannt, dass wir noch nicht zum klassischen Audi-Klientel zählen. Trotzdem erhielten wir interessante Einblicke in eine hochmoderne Produktionsanlage (44.000 Beschäftigte am Standort Ingolstadt!), in der täglich über 2000 Neuwagen vom Band rollen. Zurück in Nürnberg gingen wir gemeinsam essen – die Pizzen waren reichlich bemessen, so dass die eingepackten Reststücke auf der Heimfahrt verzehrt werden konnten.
Freitags traten wir dann gegen Mittag mit Vorfreude aber auch Enttäuschung, dass unsere Abschlussfahrt vorbei war, unsere Heimreise an.

Alles in allem wird uns unsere tolle Abschlussfahrt und all die Erinnerungen und Erlebnisse definitiv in Erinnerung bleiben.
 An dieser Stelle möchten wir vor allem auch unseren Lehrern Herrn Schmit und Frau Diederichs für die tolle Planung und Umsetzung der Fahrt und vor allem für die schöne Zeit bedanken, die ohne sie wahrscheinlich nur halb so schön gewesen wäre.

Anna Stange, 10A

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